6 Jahre Volksschule: Guter Schulversuch mit vielen Fragezeichen
Genau das hatte die größte überparteiliche Familienorganisation in einer Stellungnahme vorgeschlagen, allerdings nicht an willkürlich ausgewählten Schulen: „Wir haben dafür die Praxischulen und eine wissenschaftliche Begleitung empfohlen, dass würde aus unserer Sicht absolut Sinn machen“, sagt Andrea Kahl, Leiterin des Arbeitskreises Bildung und Schule des Katholischen Familienverbandes.
Allerdings gibt es für sie noch einige Ungereimtheiten bei diesem Vorhaben: „Ziel ist es, die Entscheidung über die weitere Schullaufbahn nach hinten zu verlegen. Doch unsere Befürchtung ist, dass sie sogar noch weiter nach vorne gelegt wird und sich Eltern von Tafelklasslern bereits festlegen müssen indem sie wählen, ob die Kooperationsschule eine Mittelschule oder eine AHS ist“, meint Kahl und zeigt sich gespannt, auf weitere Details und die Nachfrage, nach dem geplanten Schulversuch.
Klar ist für den Verband, dass es einen neuen dafür erstellten Lehrplan sowie zusätzliche Ressourcen geben muss: „Ohne zusätzliche personelle und pädagogische Ressourcen besteht die Gefahr, dass die angestrebte Chancengleichheit zu einer Nivellierung nach unten führt und die individuelle Förderung der Kinder dabei auf der Strecke bleibt“, so Kahl.

