Mut zum Kind braucht beides: gute Rahmenbedingungen und ein positives gesellschaftliches Klima
Der Katholische Familienverband Österreichs sieht in dieser Entwicklung eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, die auf zwei Ebenen gleichzeitig angegangen werden muss.
Auf der einen Seite brauchen Familien verlässliche Rahmenbedingungen: den Ausbau der Kinderbetreuung, echte Wahlfreiheit zwischen Erwerbstätigkeit und Familienarbeit, finanzielle Sicherheit und eine stärkere Beteiligung von Vätern. Familienpolitik ist Zukunftspolitik und muss als solche behandelt werden.
Auf der anderen Seite ist die Frage nach dem gesellschaftlichen Klima ebenso entscheidend. Denn solche Entscheidungen werden nicht frei von gesellschaftlichen Einflüssen getroffen. Sie entstehen in einer Kultur, die entweder Mut macht oder lähmt. Wenn öffentliche Debatten über Familie fast ausschließlich von Belastung, Risiko und Überforderung geprägt sind, dann hat das Wirkung auf junge Menschen, die noch mitten in dieser Entscheidung stehen. „Wir brauchen ein neues Narrativ: Kinder sind keine Belastung, sondern eine Bereicherung, Abenteuer und Geschenk zugleich“, ist Peter Mender, Präsident des Katholischen Familienverbandes überzeugt.
„Strukturelle Verbesserungen und ein positives Bild von Familie schließen sich nicht aus, sie gehören zusammen. Kinder beim Aufwachsen zu begleiten, ist eine unglaubliche Bereicherung fürs eigene Leben. Wir wollen Mut zum Kind machen, damit junge Menschen diese Erfahrung ebenfalls machen können", so der Präsident und zweifache Vater.

