Stadt Wien lässt Familien im Stich: Ferienbetreuung darf nicht gekürzt werden
Wien, 19. März 2026:„ Die Plätze müssen erhalten bleiben, wenn nicht sogar dringend ausgebaut werden“, fordert Konrad Pleyer, Vorsitzender des Katholischen Familienverbandes. „Gerade in den Ferien sind Familien auf verlässliche, qualitätsvolle Kinderbetreuung angewiesen. Wer hier kürzt, setzt Eltern massiv unter Druck und lässt Kinder im schlimmsten Fall sich selbst überlassen.“
Besonders betroffen sind Familien mit geringem Einkommen sowie Alleinerziehende. Private Anbieter kosten oft mehrere hundert Euro pro Woche, für viele schlicht nicht leistbar. „Hier entsteht eine soziale Schieflage, die wir nicht akzeptieren können. Kinder dürfen nicht vom Geldbörsel ihrer Eltern abhängig gemacht werden, wenn es um Betreuung, Bildung und sinnvolle Freizeitgestaltung geht“, so Pleyer.
Der Katholische Familienverband warnt davor, dass sich die Situation weiter zuspitzt: Schon in den vergangenen Jahren erhielten viele Familien keinen Platz oder mussten lange auf Wartelisten ausharren. Eine weitere Reduktion verschärft diese Lage dramatisch.
Zusätzlich kritisiert der Vorsitzende die ungleiche regionale Verteilung der Angebote: „Ferienbetreuung muss wohnortnah verfügbar sein, in allen Bezirken. Es kann nicht sein, dass Familien weite Wege auf sich nehmen müssen oder ganz leer ausgehen.“
Klare Forderungen des Katholischen Familienverbandes Wien:
- Keine Kürzungen bei den Summer City Camps
- Ausbau der Plätze entsprechend dem tatsächlichen Bedarf
- Leistbare Angebote für alle Familien
- Sicherstellung qualitätsvoller Betreuung
- Gerechte Verteilung der Standorte in ganz Wien
„Familien brauchen Verlässlichkeit, keine Einschnitte. Wer Vereinbarkeit von Familie und Beruf ernst meint, muss bei der Ferienbetreuung investieren statt sparen“, stellt Pleyer klar.




