Psychische Krisen bei Kindern: Familien warten zu lange auf Hilfe
Wien, 25. Februar 2026: „Wir sehen eine dramatische Zunahme an psychischen Belastungen bei jungen Menschen. Wenn Familien monatelang auf Hilfe warten müssen, ist das kein Einzelfall mehr, sondern ein strukturelles Versagen“, erklärt Konrad Pleyer, Vorsitzender des Katholischen Familienverbandes Wien.
Der Verband fordert von der Politik entschlossenes Handeln in drei Bereichen:
• Mehr Behandlungsplätze: Ein massiver Ausbau der kinder- und jugendpsychiatrischen Versorgung, stationär wie ambulant, um Wartezeiten zu verkürzen
• Unterstützung im Alltag der Kinder: Mehr Schulpsycholog:innen, Sozialarbeiter:innen und Fachpersonal direkt in Schulen und Betreuungseinrichtungen
• Stärkung der Familien: Flächendeckende, niederschwellige Beratungs- und Elternbildungsangebote für eine erste Orientierung und konkrete Unterstützung
Der Katholische Familienverband legt ab heuer einen Schwerpunkt auf Neurodivergenz und psychische Gesundheit, um Familien zu entlasten.
„Neurodivergenz ist keine Krankheit. Probleme entstehen oft erst dann, wenn Kinder in einem starren Umfeld nicht verstanden oder passend unterstützt werden. Wer rechtzeitig fördert, kann viele psychische Krisen verhindern“, so der Vorsitzende. Ziel des Schwerpunkts ist es, Familien zu informieren und zu unterstützen sowie Rahmenbedingungen in Schulen und Betreuungseinrichtungen zu fördern, die Kinder in ihrer individuellen Entwicklung bestmöglich begleiten.
Elternbildungsangebote im Frühjahr, alle Infos unter www.familie.at/wien:
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„Wir leisten unseren Beitrag als Familienverband. Doch die strukturellen Probleme kann nur die Politik lösen. Kinder dürfen nicht weiter auf Hilfe warten müssen“, so Pleyer abschließend.




