Dienstag 26. September 2017

Kritik an Sexualbroschüre "Ganz schön intim"

Der Familienverband schließt sich den Einwänden gegen die Unterrichtsmaterialien an und hat mit dem Freiheitlichen Familienverband und dem Familienbund einen Offenen Brief an Unterrichts-Ministerin Claudia Schmied verfasst.

 

Hier finden Sie den Brief der drei Familienorganisationen im Wortlaut.

 

Sehr geehrte Frau Ministerin Schmied!

 

Die Unterrichtsmaterialien "Ganz schön intim - Sexualerziehung für 6- bis 12-Jährige" sind leider sehr schlecht umgesetzt. Den unterzeichnenden Verbänden ist es ein großes Anliegen, Kindern zu helfen, stark und selbstbewusst zu werden und sich vor Missbrauch zu schützen. Allerdings ist die Form in der die Aufklärung hier umgesetzt wird, zum Teil völlig ungenügend, zu wenig altersdifferenziert und viel zu ideologisch.

 

Als Vertretende der Familien im Elternbeirat des Unterrichtsministeriums müssen wir bei der Erstellung derart sensibler Unterrichtsmaterialien, welche die Intimsphäre unserer Kinder so stark betreffen, eingebunden werden. Es ist empörend, dass dies nicht erfolgt ist.

 

Kinder aufzuklären, sie zu befähigen, ihren Körper zu kennen und zu schützen ist wichtig und richtig. Allerdings muss das in einer altersgerechten Weise erfolgen und auf Basis der gesellschaftlichen Realität. Die Schule ist sicher nicht der richtige Ort für ideologische Bestrebungen, wie sie in diesen Materialen zu finden sind. Auch müssen die Gesetze unseres Landes berücksichtigt werden - so ist beispielsweise Leihmutterschaft in Österreich bekannterweise verboten - und darauf muss, so Begriffe erklärt werden, hingewiesen werden!

 

 Wesentlich wäre auch die Einbeziehung und Vorabinformation der Eltern gewesen, die ihre Kinder dabei unterstützen erwachsen zu werden. Die vorliegenden Materialien haben viele Familien verstört und überfordert, was - durchaus zu Recht - zu Protesten geführt hat. Bei einer so sensiblen Materie ist das Einverständnis der Eltern im Sinne der Kinder Voraussetzung!

 

Aufgrund der gravierenden Mängel und der verstörenden Inhalte steht es für uns außer Frage, dass die Materialien eingezogen und neu erarbeitet werden müssen - letzteres unter Einbeziehung der Mitglieder des Elternbeirats, der für genau solche Fälle eingerichtet wurde.

 

Im Namen des

 

Freiheitlichen Familienverbandes         

Katholischen Familienverbandes Österreich       

Österreichischen Familienbundes                     

 

Katholischer Familienverband
Österreichs
Spiegelgasse 3/3/9
1010 Wien
Tel: 01/515 52-3201
Fax: 01/515 52-3699

E-Mail: info@familie.at

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

Katholischer Familienverband
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